Seit 1948 in Familienhand
Unsere Geschichte
Ein Koffer, eine Militärhose und ein Neuanfang in Alpirsbach: Wie aus einem Zufall vier Generationen wurden.
Vier Generationen
Eine Familie, ein Handwerk, ein Zuhause
Es gibt Geschichten, die in der Familie immer wieder erzählt werden. Unsere beginnt im Februar 1945, mitten im Krieg, mit einem Mann, der eigentlich nur auf der Durchreise war – und in Alpirsbach hängen blieb.
Alfred Schneider gründete ein Geschäft, eine Familie und, ohne es zu ahnen, eine Tradition, die heute sein Enkel Tobias gemeinsam mit seiner Frau Simone weiterführt. Was uns über 75 Jahre und drei Generationen hinweg verbindet, ist eigentlich ganz einfach: Wir behandeln jeden Kunden so, wie man einen guten Freund empfängt.
„Als Geschäftsführer in 3. Generation ist es mir sehr wichtig, das aufgebaute Unternehmen ebenso erfolgreich zu führen, wie es bereits mein Großvater sowie mein Vater getan hatten.“– Tobias Schneider
1945
Mit einem Lazarettzug aus Bad Reinerz in Schlesien kommt Alfred Schneider mitten im Krieg nach Alpirsbach – eigentlich nur auf der Durchreise. Eine Erkrankung durchkreuzt die Pläne: Er bleibt. Frau Denner überlässt ihm großherzig ein Zimmer, mit seinem Akkordeon erobert er die Herzen der Alpirsbacher. Manchmal beginnen die schönsten Geschichten mit einem Umweg.
1946 – 1947
Ein Jahr später heiratet Alfred seine große Liebe Barbara Roth. Die Familie Rieger vertraut ihm ihr Friseurgeschäft zur eigenständigen Leitung an – der erste Schritt in die Selbstständigkeit. Kurz darauf wird Tochter Heide geboren.
1948
Im Oktober ist es so weit: Alfred eröffnet im ehemaligen Salon Schmid sein eigenes Geschäft. Ein Datum, das seither jedes Jahr ein bisschen mitgefeiert wird – die Geburtsstunde von Friseur Schneider.
1949
Vor der Handwerkskammer Reutlingen legt Alfred seine Meisterprüfung ab. Der Grundstein ist gelegt.
1950
Ein Jahr mit gleich zwei Neuanfängen: Sohn Wolfgang wird geboren – der spätere Seniorchef – und der Salon bezieht eigene Räume in der Karlstraße. Mit Ralf Gimber stellt Alfred seinen allerersten Lehrling ein.
1955
Alfred und Barbara bauen ihr eigenes Haus auf dem Sulzberg. Die Kinder Wolfgang und Heide wachsen mit dem Familienbetrieb auf und lernen beide das Handwerk – wie sollte es in dieser Familie auch anders sein.
1970 – 1971
Die Karlstraße wird zu eng für die wachsenden Pläne. Ein neues Grundstück in besserer Lage muss her, und 1971 ist es gefunden: Der Salon zieht in die Hauptstraße 18 – dorthin, wo Sie uns bis heute finden.
1974 – 1979
Sohn Wolfgang legt in Heidelberg seine eigene Meisterprüfung ab. 1979 übergibt Alfred ihm den Salon – der Staffelstab wandert zur zweiten Generation.
1985
In diesem Jahr wird Tobias geboren, Wolfgangs Sohn – der heutige Chef, damals noch völlig ahnungslos, was einmal seine Lebensaufgabe werden sollte.
1992 – 1998
Alfred, der Gründer, stirbt 1992 unerwartet. Seine Barbara folgt ihm 1998. Zurück bleibt ein Erbe, auf das die Familie stolz sein darf: 20 ausgebildete Lehrlinge und eine Ehrenurkunde zum 50-jährigen Betriebsjubiläum.
2003
Der Salon in der Hauptstraße bekommt eine umfassende Renovierung – ein neues Kapitel beginnt, ohne die alten Wurzeln zu vergessen.
2006 – 2010
Tobias beginnt seine Ausbildung an der Friseurschule Amann & Bohn in Lörrach – einer Adresse mit Weltruf in der Branche. 2010 besteht er zusammen mit seiner Freundin Simone die Meisterprüfung. Im selben Jahr verstärken die beiden gemeinsam das Team in Alpirsbach – aus zwei wird ein Paar, das den Salon bis heute prägt.
2013
Wolfgang investiert noch einmal kräftig in die Räume. Gemeinsam mit Simone und Tobias entsteht ein moderner, einladender Salon – die Basis für das, was heute noch steht.
2015
Im August übernimmt Tobias offiziell den Salon – die dritte Generation ist am Ruder. Vater Wolfgang bleibt der Familie und dem Betrieb treu, mit Rat, Tat und jeder Menge Erfahrung.
2021
Mitten im zweiten Corona-Lockdown nutzt die Familie die Zwangspause: Damenbereich, Wartezone und Kundentoilette werden komplett neu gestaltet.
2023
Im September folgt der Eingangs- und Herrenbereich, dazu neue Schaufenster, Tür und Außentreppe. Am 14. Oktober dann der große Tag: 75 Jahre Friseur Schneider – gefeiert und von der Handwerkskammer Reutlingen geehrt.
2024
Wolfgang wird im November für sein 50-jähriges Meister-Jubiläum mit dem goldenen Meisterbrief ausgezeichnet. Ein halbes Jahrhundert Handwerkskunst – und die Geschichte geht weiter.
Und jetzt?
Der nächste Abschnitt könnte Ihrer sein
Vier Generationen Handwerk, eine Familie, die nie aufgehört hat, an ihrem Salon zu arbeiten – und mittendrin unsere Kundinnen und Kunden, viele davon schon seit Jahrzehnten. Kommen Sie vorbei, den Rest der Geschichte erzählen wir Ihnen gerne bei einer Tasse Kaffee.